1. Newsletter 2020: Mai 2020

2. Newsletter 2020: Juli 2020

3. Newsletter 2020: Oktober 2020

Persönlicher Erfahrungsbericht mit dem Verein
Fachzirkel Cannabis Schweiz

 

Ende 2017 an einem kalten Novemberabend besprachen 4 Apotheker aus Zürich während eines gemeinsamen Nachtessens die Möglichkeiten von Cannabis-Produkten für Apotheken. Grund war eine Sitzung mit städtischen Vertretern betreffend des wissenschaftlichen interurbanen Projektes zur Abklärung der Hintergründe von Cannabis-Gebrauch.

 

Beim Gespräch wurde deutlich, dass Cannabis ein sehr grosses Potential als Medizinalpflanze hat, das unbedingt genutzt werden sollte. In der Schweiz existieren bis zu 1000 Betriebe, die mit Cannabis ins Geschäft kommen wollen. Dabei handelt es sich um Klein und Kleinst-Betriebe bis zu grösseren Holding-Gesellschaften. Wieso sollten die Apotheken leer ausgehen?

 

Voller Enthusiasmus wurde eine Vereinsgründung beschlossen, der Vorstand bestimmt und Aufgaben verteilt. So mussten neue Statuten geschrieben werden, Statuten, die die Zielsetzung repräsentieren sollten, Verantwortlichkeiten wurden verteilt, eine anschauliche und informative Homepage war zu erstellen und natürlich mussten Mitglieder gesucht werden. Glücklicherweise durfte die Adresskartei des ANZ und des AVKZ benutzt werden für die erste Anwerbung von Mitgliedern. Besten Dank für alle interessierten Kolleginnen und Kollegen. Keine Unterstützung wurde von pharmaSuisse gewährt.

 

Nun ging es ans Aufbauen eines Netzwerkes, Kontakte zu anderen Cannabis-Vereinen, zu Politikern, Beamten und Organisationen. Es war eine Knochenarbeit, denn es zeigte sich, dass diverse Organisationen nur eine Mitarbeit erlaubten, wenn grosse Mitgliederbeiträge bezahlt würden, obwohl diese Organisationen staatlich unterstützt wurden. Auch erwies sich, dass der Fachzirkel Cannabis nicht der einzige Verein mit der Zielsetzung des erleichterten Zugangs von Cannabis-Produkten hatte, sondern dass schon diverse Vereine gesamtschweizerisch und lokal bestanden, Vereine, die Konkurrenz befürchteten. Gute Kontakte konnten aufgebaut werden durch die Teilnahme an der Canntarde, der internationalen Cannabis-Messe, wo auch mit Cannabis Consensus, einer Vereinigung der Cannabis-Firmen eine Zusammenarbeit vereinbart wurde. Dank sei allen, die uns auf diese Kontakte hinwiesen und uns unterstützten. Hilfreich war auch, dass das ANZ bereits an den Gesprächen für das wissenschaftliche interurbane Cannabis-Projekt teilnehmen durfte.

 

Der Kontakt zur Politik war am schwierigsten zu erreichen. Mit verschiedenen Mails wurden alle Parlamentarierinnen und Parlamentarier des National- und Ständerates auf die Cannabis-Problematik eingestimmt. Vor allem vor Sessions-Themen, die Cannabis betrafen, wurden Parlamentarierinnen und Parlamentarier informiert und versucht über das Potential von Cannabis zu überzeugen. Leider bestehen dort noch viele fast unausrottbare Vorurteile. Auch kristallisierte sich heraus, dass ohne eine Änderung und Korrektur des Betäubungsmittel-Gesetzes eine medizinisch-pharmazeutische Anwendung von Cannabis-Produkten kaum durchsetzbar ist.

Zudem zeigte es sich, dass das Lobbyieren für die Interessen der Apotheke für Cannabis-Produkte, das Vorbereiten von Schulungen für die Anwendung von Cannabis Extrakten in der Magistral-Rezeptur für alle Vorstandsmitglieder sehr zeitaufwändig war und grossen Einsatz bedeuteten. Zwei der anfänglichen Vorstandsmitglieder mussten wegen ihrer grossen beruflichen Anspannung ihre Unterstützung für den Fachzirkel Cannabis Schweiz aufgeben. Herzlichen Dank für den Input und Unterstützung, die geleistet wurde.

 

Der Vorstand des Fachzirkels Cannabis setzt sich im Juli 2020 wie folgt zusammen:

Präsident:                               Dr. Albert Ganz

Vorstandsmitglieder:              Dr. Valeria Dora

                                               Bernd John

                                               Biagio Maceri

 

Neben dem Kontakt zu Politiker und Politikerinnen war die Vorbereitung einer Schulung für Apothekerinnen und Apotheker zur korrekten Ausführung der Magistralrezeptur, die nach der Erleichterung der Verschreibungsvorschriften auf alle Apotheken zukommen wird, eine grosse Herausforderung. Wir freuen uns, mit unserer Partnerin medinform im Januar 2021 die Schulung gemäss Beilage anzubieten. Weitere Schulungen, auch interprofessionelle, sind geplant.

 

Der Fachzirkel Cannabis Schweiz dankt allen Apothekerinnen und Apotheker, die die Bestrebungen des Vereins als Mitglied aktiv und finanziell unterstützen.

 

Wir freuen uns über weitere Mitglieder - das Thema Medizinalhanf wird in den nächsten Monaten und Jahren in den Apotheken sehr aktuell sein.

 

Das Aufnahmegesuch ist auf www.fcschweiz.org zu finden und die Mitgliedschaft kostet CHF 100.00 pro Jahr. Mitglieder können Schulungen, die vom Fachzirkel angeboten werden, zu einem reduzierten Preis besuchen.

 

Mit herzlichem Sommergruss

für den Fachzirkel Cannabis Schweiz

Zürich, 16. Juli 2020

Albert Ganz, Präsident

 

Newsletter Oktober 2020

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen

Sehr geehrte Damen und Herren

 

 

Das alles beherrschende Thema in Politik und Gesellschaft ist noch immer die Pandemie mit dem Covid-19 Virus. Gleich danach folgt die Präsidentenwahl in den USA. Aber auch Cannabis sorgt immer für eine Schlagzeile.

 

Politik

 

National- und Ständerat haben beide dieses Jahr sowohl der erleichterten Verschreibung von Cannabis-Produkten an kranke Patienten wie auch den wissenschaftlichen interurbanen Abklärungen über das Verhalten von Cannabis-Konsumenten zugestimmt. Auch wurde eine Motion von Nationalrätin Léonore Porchet (GP) die eine Korrektur des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG) anstrebte, eingereicht. Der Fachzirkel Cannabis Schweiz hat die Eingabe unterstützt.

 

Hier die Details der Motion:

 

Der Bundesrat wird beauftragt, das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) so zu revidieren, dass:

1. die Cannabispflanze nicht mehr als psychotroper Stoff verboten ist

2. im Gesetz nur noch der Wirkstoff von Erzeugnissen und nicht mehr die gesamte Pflanze genannt wird

3. in Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe d die psychotropen Wirkungen umschrieben werden

 

BEGRÜNDUNG

Vor Kurzem hat der Nationalrat eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes angenommen, damit Pilotversuche in der Schweiz möglich werden. Der Wille, unsere Drogenpolitik neu zu definieren, ist also da. Dazu braucht es auch eine semantische Präzisierung im Betäubungsmittelgesetz. So ist im geltenden Recht die Cannabispflanze als Betäubungsmittel verboten. Diese Definition ist falsch, weil nicht die Pflanze ein Betäubungsmittel ist, sondern das Tetrahydrocannabinol, das aus der Pflanze gewonnen wird. So gelten auch Mohnblumen nicht als Betäubungsmittel, auch wenn sie zur Herstellung psychotroper Stoffe verwendet werden können. Diese Motion hat daher zum Zweck, diesen semantischen Fehler zu korrigieren, der die Cannabispflanze nicht als Pflanze mit verschiedenen Verwendungszwecken (medizinische Zwecke oder Genusszwecke), sondern nur als Betäubungsmittel erfasst. So gebraucht unser geltendes Recht jetzt schon den Begriff "Rohmaterialien" (BetmG, Art. 2 Bst. c), obwohl im vorliegenden Fall die Cannabispflanze zu einem psychotropen Erzeugnis gemacht wird und nicht umgekehrt. Die Artikel 2, 4, 6 und 19 des genannten Gesetzes sollen also so geändert werden, dass unser gesetzlicher Rahmen mit der Realität in Einklang gebracht wird. Betäubungsmittel können nicht angebaut werden, aus Pflanzen hingegen können, oder eben nicht, Betäubungsmittel gewonnen werden.

Eine erstaunliche Formulierung enthält letztlich Artikel 8 Absatz 1 Buchstabe d: "die Betäubungsmittel des Wirkungstyps Cannabis". Tatsächlich hat die Cannabispflanze aber keine psychotrope Wirkung. Die Formulierung ist ungeschickt und falsch, da sie einmal mehr die Pflanze mit dem psychotropen Stoff verwechselt.

 

STELLUNGNAHME DES BUNDESRATES VOM 12.08.2020

Der Bundesrat kann das Anliegen der Motionärin, im Betäubungsmittelgesetz (BetmG; SR 812.121) anstatt Cannabis im Sinne einer Pflanze dessen Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC) als Betäubungsmittel zu definieren, aus fachlicher Sicht nachvollziehen. Wissenschaftlich betrachtet ist es unpräzise, wenn in Artikel 2 Buchstabe a BetmG der Begriff "Wirkungstyp Cannabis" verwendet wird, denn Cannabis weist eine Vielzahl an sehr unterschiedlichen Wirkstoffen (sogenannte Cannabinoide) auf. Für die psychotrope Wirkung von Cannabis ist aber nur THC verantwortlich, weshalb es im Grunde genommen der "Wirkungstyp THC" ist, der betäubungsmittelrechtlich im Vordergrund steht.

Die Begrifflichkeit im BetmG orientiert sich allerdings am übergeordneten internationalen Recht, insbesondere am Einheits-Übereinkommen von 1961 (EHÜ61, SR 0.812.121.0). Bei der Ausarbeitung des EHÜ61 war noch sehr wenig über die aktiven Wirkstoffe von Cannabis bekannt und THC wurde erst kurze Zeit nach dessen Inkrafttreten isoliert. Dies erklärt, weshalb historisch betrachtet die internationale Kontrolle von Cannabis als Pflanze insgesamt im Vordergrund stand und erst später das spezifische Verbot des psychoaktiven Wirkstoffs THC dazu kam.

Das internationale Verbot von Cannabis hatte zur Folge, dass dessen wirtschaftliches Potential lange stark eingeschränkt war. Erst mit der Einführung von THC-Grenzwerten in den nationalen Betäubungsmittelregelungen wurde eine eindeutige Grundlage geschaffen, um Bestandteile von Cannabis zu nutzen, die ganz oder nahezu THC-frei sind. Durch entsprechende Zuchtentwicklungen konnten THC-arme Cannabissorten entwickelt werden, die heute Rohstoffe u.a. für die Medizinal-, Kosmetik- und Tabakersatzindustrie liefern.

In der Schweiz werden die Definitionen der einzelnen Betäubungsmittel stufengerecht in der Verordnung des EDI über die Verzeichnisse der Betäubungsmittel, psychotropen Stoffe, Vorläuferstoffe und Hilfschemikalien (BetmVV-EDI, SR 812.121.11) präzisiert. Cannabis wird dort seit 2011 im Sinne der Motionärin in Zusammenhang mit dem Wirkstoff gesetzt. Nur solche Pflanzen oder Pflanzenteile und Präparate daraus, welche einen Gesamt-THC-Gehalt von mind. 1% enthalten, gelten demgemäss als Cannabis im betäubungsmittelrechtlichen Sinn. Dadurch ist die wirtschaftliche Nutzung der Hanfpflanze ausserhalb des betäubungsmittelrechtlichen Kontrollsystems gewährleistet.

Insgesamt erscheint eine Anpassung der Terminologie auf Gesetzesebene als weder opportun noch notwendig. Sie würde dazu führen, dass die Kohärenz mit der Begrifflichkeit des internationalen Rechts nicht mehr gegeben wäre. Punktuelle Anpassungen des BetmG bergen zudem die Gefahr, dass diese Widersprüche und Unklarheiten zur übrigen Terminologie generieren. Deshalb müsste die vorgeschlagene Änderung vorgängig im Gesamtkontext des BetmG geprüft und gegebenenfalls im Rahmen einer allgemeinen Revision des BetmG diskutiert werden.

ANTRAG DES BUNDESRATES VOM 12.08.2020

Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

 

Es ist also klar ersichtlich, dass der Bundesrat sich der unkorrekten und irreführenden Listung von Cannabis im Betäubungsmittelgesetz bewusst ist. Da jedoch auch international, besonders in der UNO-Konvention eine falsche Terminologie verwendet wird, befürchtet der Bundesrat zwischenstaatliche Konflikte und lehnt eine entsprechende Korrektur ab.

 

Am 25. September wurde von Nationalrat Heinz Siegenthaler (BDP) eine parlamentarische Initiative eingereicht mit dem Ziel, dass die Produktion von Cannabis neu geregelt werde und der medizinische und nicht-medizinische Markt getrennt werde. Leider berücksichtigt Heinz Siegenthaler nicht, dass Cannabis im Betäubungsmittelgesetz als verbotenes Betäubungsmittel aufgeführt ist. Ohne eine Streichung dieses Zusatzes hat eine medizinische Anwendung von Cannabis-Produkten keine Chance. Wir haben mit Heinz Siegenthaler Kontakt aufgenommen.

 

Europäische Einteilung von CBD als Betäubungsmittel

 

Am 5. Oktober erschien im Tagesanzeiger der Stadt Zürich ein Artikel mit der Mitteilung, dass die Europäische Kommission plane, alle CBD-Produkte als Betäubungsmittel zu deklarieren. Diese Entscheidung beruht darauf, dass die meisten Länder Cannabis als Pflanze zu den Betäubungsmitteln zählen, entsprechend des Einheits-Übereinkommens von 1961 über die Betäubungsmittel, abgeschlossen an der UNO am 30. März 1961. Obwohl die WHO schon lange empfiehlt, das Übereinkommen zu korrigieren, ist bisher nichts geschehen. Es wäre an der Zeit, dass internationale Organisationen sich für eine Korrektur des Übereinkommens einsetzen. Das übersteigt aber die Möglichkeiten des FZCS.

Da der Bundesrat Ausnahme-Artikel und Sonderregelungen im BetmG erlassen hat, ist eine Übernahme der eventuell vorgesehenen europäischen Regelungen in der Schweiz unwahrscheinlich.

 

Schulungen

 

In Zusammenarbeit mit Medinform werden wir am 20. Januar 2021 für Apothekerinnen und Apotheker eine Schulung für die korrekte Herstellung von magistral verschriebenen Cannabis-Produkten durchführen:

 

Kurzseminar vom 20. Januar 2021

 

Cannabis-Magistralrezeptur

 

Die medizinische Anwendung von Cannabis-Produkten nach der erleichterten Verschreibung von Betäubungsmitteln in der Schweiz

 

 

Organisiert durch MEDINFORM und dem Fachzirkel Cannabis Schweiz

 

 

Datum:            20. Januar 2021

 

Ort:                 Hochschule für Wirtschaft HWZ, Lagerstrasse 5, 8004 Zürich

                        Raum 411 (4.Stock)

 

Teilnehmer:    Apothekerinnen und Apotheker (Die Anzahl ist auf 50 beschränkt)

 

Programm:     08.30 Uhr:       Begrüssung durch die Veranstalter

                        09.00 Uhr        Rechtliche Grundlagen und Voraussetzung

                                               Herr Dr. Christian Werz, wissenschaftlicher Mitarbeiter BAG

                        09.45 Uhr        Medizinische Indikationen und Dosierung von Cannabis

                                               Frau Dr. med. Melanie Joyce Rehli, Leitende Ärztin,

                                               Schmerztherapie, Kantonsspital Graubünden, Chur

                        10.45 Uhr        Pause

                        11.00 Uhr        Cannabis als Medikament in der Magistralrezeptur,

                                               Anforderung an die Ausgangsstoffe, Umgang und Herstellung

                                               Herr Dr. Manfred Fankhauser, Bahnhof-Apotheke Langnau

                                               und Herr Markus Lüdi, Cannapharm, Burgdorf

                        12.00 Uhr        Kontakt mit verschreibenden Ärzten, Besprechung von

                                               Dosierung und Zusammensetzung

                                               Dr. René Jenni, Leonhards-Apotheke, Zürich

                        12.30               Zusammenfassung

 

Die Veranstaltung wird Ihnen mit 25 FPH-Kreditpunkten gutgeschrieben.

 

Teilnahmegebühr:                  CHF 150.00/Person inkl. Pausenverpflegung

 

 Eine Anmeldung ist ab sofort möglich unter https://kurse.medinform.ch/default/1598953060714.html. Mitlieder der Fachzirkel Cannabis erhalten unter Eingabe des Codes FZCS2021 einen Rabatt von CHF 50.-

 

In Vorbereitung sind weitere Schulungen, die in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Gesellschaft für Cannabis in der Medizin (SGCM/ SSCM, www.sgcm-sscm.ch) und dem Verein Medcan (www.medcan.ch)  organisiert und durchgeführt werden. Von Partie wird wiederum Medinform sein. Diese Schulung richten sich an alle Fachpersonen, Ärzte, Apotheker, Therapeuten usw.  

 

 

Interurbanes Cannabis-Projekt

 

Auch das Interurbande Cannabis-Projekt ist auf gutem Weg zur Realisierung. Noch muss der Bundesrat die definitiven gesetzlichen Grundlagen ausarbeiten, die dann vom Parlament genehmigt werden müssen. Dieser Prozess ist absehbar. Wir hoffen, dass im Herbst 2021 das Projekt gestartet werden kann. Der Fachzirkel Cannabis Schweiz ist in der Ausarbeitung des Projektdesigns involviert und wird sich für die Apotheken einsetzen. Apotheken der Städte Zürich und Winterthur, die sich an wissenschaftlich durchgeführten Abklärungen über den Cannabis-Konsum interessieren können sich nach der Konkretisierung des Projektes für die Teilnahme anmelden. Wir werden Sie informieren. In den anderen Kantonen (Basel, Luzern, Graubünden, Waadt und Genf) sind die kantonalen Verbände zuständig.
 

 

 

 

Der Fachzirkel Cannabis setzt sich auf allen Ebenen dafür ein, dass Cannabis-Produkte als registrierte Medikamente von pharmazeutisch-medizinischer Qualität mit behördlicher Kontrolle in Apotheken angeboten und verkauft werden können. Dazu braucht es Lobbying bei den Politikern, auch eine Sensibilisierung bei bestehenden Cannabis-Produzenten.

 

Bitte unterstützen sie unsere Bemühungen, indem Sie Mitglied in unserem Verein werden. Für nur CHF 100.00 im Jahr können sie es Patienten ermöglichen, schon bald vom medizinischen Potential von Cannabis zu profitieren.

 

Wir danken Ihnen für Ihr Interesse

 
 

Newsletter Mai 2020

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen

Sehr geehrte Damen und Herren

 

Die heimtückische Krankheit Covid-19 hat weltweit Anlässe, Veranstaltungen, Projekte und Pläne verhindert und/oder beeinflusst.  Auch der Fachzirkel Cannabis musste alle seine Veranstaltungen und Versammlungen absagen und neu aufgleisen. So wird die Jahresversammlung voraussichtlich wieder diesen Herbst stattfinden und die geplanten Schulungen können erst für nächstes Jahr organisiert werden.

Auch das Lobbying im Parlament verlor wegen der aktuellen Lage an Bedeutung und wurde bewusst reduziert. Da nun die Normalität langsam zurückkehrt, werden wir das Lobbying für die Legalisierung von Cannabis wieder hochfahren.

Cannabis-Produkte sind systemrelevant

Die NZZ berichtete in  ihrer Ausgabe von Anfang Mai 2020, dass in Kalifornien die Cannabis-Läden zu den essenziellen gehören und während des Ausgehverbots geöffnet sein können. Gerade in schwierigen Zeiten, wie während des Lockdowns sind Cannabis-Produkte für die Moral gute Stützen.

Eidgenössische Gesundheitskommission (GSK)

Die GSK unterstützte die vorgesehenen bundesrätlichen Änderungsanträge für das Betäubungsmittelgesetz (BetmG). Die drei Vorstösse und Motionen wurden auch deshalb anfangs März im Nationalrat und Ständerat gutgeheissen und dem Bundesrat zur Bereinigung überwiesen. Laut vorgesehenem Fahrplan sollten die Änderungen anfangs 2021 in Kraft treten.

 

Die drei bundesrätlichen Änderungsvorschläge

  • Erleichtertes Verschreiben von Cannabis-Produkten

Die vorgesehene Änderung betrifft hauptsächlich die ärztliche Verschreibung von Cannabis-Produkte als Magistralrezeptur. Alle Ärzte sollen die Möglichkeit haben, ohne Sonder- und Ausnahmebewilligungen Cannabis-Produkte zu verordnen. Apotheken haben dann diese als Megistralrezepte herzustellen und die Patienten in der Verwendung zu instruieren.

Für die meisten Ärztinnen/Ärzte und Apothekerinnen/Apotheker ist dies Neuland. Der Fachzirkel Cannabis Schweiz organisiert deshalb in Zusammenarbeit mit Medinform ein erstes praktisches Ausbildungsseminar:

Datum: 20. Januar 2021 (save the Date). Sie werden die Unterlagen dazu erhalten.

 

  • Interurbanes Cannabis-Projekt

Durch die Ermöglichung von wissenschaftlichen Pilotprojekten sollte das vorgesehene interurbane Cannabis-Projekt möglich werden. Durch die lange Wartezeit und die Unsicherheit änderten sich die Voraussetzungen. Das ganz Projekt muss neu designt werden.  Der Fachzirkel Cannabis Schweiz wird dabei die Seite der Apotheken einbringen. Erste Arbeitssitzungen sind auf den Herbst 2020 geplant.

 

  • Anbau und Ausfuhr von Medizinal-Cannabis

Die Erleichterung der kommerziellen Tätigkeit für Medizinal-Cannabis betrifft die Apotheken nur am Rande. Das Gesetz sollte auch die Herstellung von pharmazeutischen Cannabis-Produkten erleichtern.

 

Lobbying

Der Fachzirkel Cannabis Schweiz (FZCS) sieht den Hauptgrund für alle Schwierigkeiten im Umgang mit Cannabis im Betäubungsmittelgesetz (BetmG). Das BetmG bezeichnet Cannabis als verbotenes Betäubungsmittel. Cannabis ist die einzige Pflanze, die per se als Betäubungsmittel deklariert wird. Der FZCS sieht jedoch Cannabis als alte Heilpflanze mit nur einem Inhaltsstoff mit psychoaktiver Wirkung, das Δ9-Tetrahydrocannabinol, was als potenzielles Betäubungsmittel möglich ist.

Das Lobbying möchte dieses Bewusstsein bei den Parlamentarierinnen und Parlamentarier bekannt machen und sie anregen, mittels einer Änderung des BetmG Cannabis aus dem Text zu streichen und durch THC zu ersetzen. Dazu hätten in der Frühjahrssession je eine Motion der FDP und eine der BDP eigereicht werden sollen. Wegen der ausserordentlichen Korona-Krise wurde jedoch die Session verschoben und die Einreichung der Motionen vertagt. Der FZCS konnte zu verschiedenen Parteien persönliche Kontakte knüpfen und hofft, dass die Motionen bald eingereicht werden.

 

Zusammenfassung

Der FZCS beschäftigt sich momentan mit folgenden Themen:

  • Organisation einer Schulung für die Magistralrezeptur von Cannabis

    • Praktischer Kurs: Mittwoch, 20.Januar 2020

    • Wissenschaftlicher Kurs: in Vorbereitung

  • Lobbying: Einreichung der Motionen zur Änderung des BetmG

  • Interurbanes Pilot-Projekt: Vertretung der Apotheken

 

Mitgliedschaft beim FZCS

Der FZCS ist ein absolut neutraler Verein, der sich nur durch Mitgliederbeiträge finanziert. Er ist deshalb stets knapp bei Kasse, denn trotz aller Sparsamkeit und Verzicht von Honoraren fallen Kosten an.

Wenn Sie die Tätigkeit des FZCS schätzen und unterstützen wollen, werden Sie Mitglied. Mitgliedeibeitrag beträgt CHF 100.00/pro Jahr. Sie werden dafür regelmässig informiert und erhalten bei den vom FZCS mitorganisierten Schulungen einen namhaften Rabatt. Anmeldung bitte an fachzirkelcannabis@gmx.ch. Besuchen sie auch unsere Homepage www.fcschweiz.org. Wir freuen uns auf Ihr Interesse.

 

 

Zürich, 25. Mai 2020

 

 

Albert Ganz

Präsident Fachzirkel Cannabis Schweiz

 

 

Erster Newsletter des Fachzirkels Cannabis Schweiz

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen


Vor mehr als ein Jahr wurde der Fachzirkel Cannabis Schweiz gegründet mit dem Ziel,
Apothekerinnen und Apotheker mit relevanten und fundierten Unterlagen zu Cannabis Produkten zu versorgen. Dadurch soll eine medizinisch korrekte Beratung ermöglicht werden. Gleichzeitig sollte der Fachzirkel die Apotheken mit Ausbildungsmoduls bei wissenschaftlichen Untersuchungen begleiten.


Was bisher geschah

Inzwischen wurde weltweit die Forschung über Cannabis-Inhaltsstoffe intensiviert. Auch die Politik wurde aktiv und in verschiedenen Ländern ist die Pflanze wieder legal zu medizinischen und rekreativen Zwecken erhältlich. Die Mühlen in der Schweiz mahlen aber sehr langsam und die Politik hat es noch nicht fertiggebracht, dass wenigstens
eine wissenschaftliche Untersuchung des momentanen Cannabis-Konsums ermöglicht wurde. Hier hätte erstmals erforscht werden sollen, was die Motivation der Verwendung verschiedener Cannabis Produkte ist und welcher Inhaltsstoff den Ausschlag gibt. Den Apotheken wäre es ermöglicht worden, sich als gleichwertige Partner in einer grossangelegten Studie zu beteiligen.


Trotz der vielfältigen laufenden Studien sind noch sehr viele Fragen offen. So sind gegen 200 Cannabinoide bekannt und ausser THC scheinen die anderen Cannabinoide kaum oder nicht psychoaktiv zu sein Dagegen scheinen bei den Cannabinoiden andere vielfältige Anwendungsgebiete zu besitzen. Auch das Zusammenspiel der Cannabinoide ist noch unklar. Genauso sind vielfältige Interaktionen mit Arznei- und Nahrungsmitteln bekannt. Wird jedoch die Pflanze nüchtern betrachtet, so erscheint sie als normale Heilpflanze mit einem grossen medizinischen Potential, sicher nicht als Wunderdroge.


Psychoaktive Wirkung - Abhängigkeit
Wird die psychoaktive Wirkung von Cannabis mit anderen auf die Psyche einwirkenden Stoffen, wie Alkohol, Morphin und auch Nikotin, sowie weiteren verglichen, so treten erstaunliche Parallelen auf. Es sind alles Stoffe, die seit Urzeiten in speziellen Situationen, vor allem bei Festen und in religiösen Riten verwendet wurden. Missbrauch, Dosiserhöhungen und Abhängigkeit waren unbekannt. Sogar Opium wurde lange nur zur Schmerzlinderung und in Riten verwendet – erst als durch bewusste politische Prozesse – Engländer importierten massive Mengen Opium aus Bengalen nach China, um
den lokalen Widerstand zu brechen – begann dessen Verwendung in sog. Opiumhöhlen. Missbrauch begann vor allem nachdem Morphin chemisch zu Heroin verändert wurde und so eine massive Wirkungsverstärkung erhielt. Aber auch beim Alkohol war das Problemtrinken lange nicht existent. Erst nachdem der Alkohol in hochprozentiger Form angeboten wurde, begannen die Probleme und wurden z.B. in den USA durch die Prohibition, dem Verbot des Alkohols, noch verstärkt. Das gleiche gilt bei Cocain, das in den Anden durch Kauen der Blätter lange zur Antriebsförderung verwendet wurde und erst durch die Reindarstellung seine unheilvolle Wirkung erhielt.
Es ist deshalb naheliegend, dass auch bei Cannabis eine Konzentrationserhöhung der psychoaktiven Komponente zu einer Erhöhung der Abhängigkeit. Der THC Gehalt der Cannabisblüten-Extrakte betrug bis vor ca. 50 Jahren meistens unter einem Prozent. Erst durch gezielte Züchtungen wurde der THC Gehalt bis zu Rekordhöhen von 40% erhöht. Medizinisch nicht gesichert, aber plausibel ist die Annahme, dass der hohe THC Gehalt zu einer stärkeren Abhängigkeit und vermehrt zu psychischen und physischen Störungen führt. Für einen rekreativen Gebrauch würden 1% durchaus genügen. Der Schwarzmerkt bevorzugt aber bewusst diese hohen Dosen, denn so ist der Absatz gesichert. Diese Entwicklung wird durch die restriktiven Gesetze noch verstärkt.

 

Wissenschaftliche Studie
Mit einer wissenschaftlichen Untersuchung unter der Leitung der Universität Zürich sollte nun
endlich abgeklärt werden, welche Faktoren hauptsächlich zum Gebrauch von Cannabis Produkten führen. Die Apotheken hätten hier die Möglichkeit Grundlagenforschung zu betreiben, und an einem Projekt auf jeder Stufe, vom Design bis zur praktischen Mitarbeit mitzuwirken. Gleichzeitig muss jedoch die medizinische Forschung weitergeführt werden, damit das ganze Potential der Pflanze erfasst wird. Allerdings soll durch die Studie der Weg zu einer Legalisierung geebnet wird. Einen Anspruch, dass der illegale Handel verschwinden werde, wird sicher nicht erhoben. Die Schwarzmarktkanäle sind bereits zu etabliert und hier werden die Händler versuchen, THC-hochdosierte Produkte weiterhin zu verkaufen, Produkte die abhängig machen und sicher psychische Spätfolgen haben. Aber tiefdosierte standarisierte Produkte mit geringem Gefährdungspotential sollten erhältlich sein. Allerdings werden dann die freien Produkte nicht über die Apotheken verkauft – die Tabakindustrie wird sich sicher den Hauptharst sichern. Für die Apotheken wird aber Cannabis-Produkte mit medizinischer Indikation wichtig werden, nicht dass ein grosser Gewinn erwartet werden kann, sondern als gute Ergänzung unserer Phytopharmaka, Produkte, die wegen der Indikation nur in Apotheken erhältlich sein werden.

 

Änderung des Betäubungsmittelgesetzes

Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) versandte am 26. Juni 2019 allen interessierten Kreisen seine Vorschläge zur Änderung des Betäubungsmittelgesetzes zur Vernehmlassung. Sie können die Dokumente herunterladen unter https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/medizin-und-forschung/heilmittel/med-anwend-cannabis/gesetzesaenderung-cannabisarzneimittel.html.

Bis 15. Oktober haben die Verbände die Möglichkeit, ihre Einwände vorzutragen. Auch der Fachzirkel wird die Dokumente genau studieren und gegebenenfalls eine eigene Vernehmlassung-Antwort erarbeiten. Wir werden Sie über unsere Arbeit informieren. Falls Sie gerne an der Antwort mitarbeiten wollen, so wenden sie sich an albert.ganz@hotmail.com.

 

Nächste Newsletter
Wir werden in Zukunft wiederholt Newsletters per Mail versenden. Das nächste wird sich mit
Interaktionen und Nebenwirkungen von Cannabis Produkten befassen. Werden Sie auch Mitglied des Fachzirkels Cannabis und Sie werden regelmässig mit Neuigkeiten versorgt. Anmeldung an fachzirkelcannabis@gmx.ch. Die neue Homepage wird in Kürze aufgeschaltet: www.fcschweiz.org.

 

 

Zürich im Juni 2019

 

Albert Ganz (geschäftsführendes Mitglied)

 

2. Newsletter, September 2019

 

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen

 

Im 2. Newsletter berichten wir von 3 Themen:

 

  1. Vernehmlassungsantwort

  2. Stand der wissenschaftlichen Untersuchung zum Verhalten von Cannabis- Konsumenten

  3. Was tut sich in der Cannabis-Szene

 

und wir laden Sie ein zu unserer ersten Mitglieder-Versammlung ein.

 

1. Vernehmlassungsantwort

 

Der Bundesrat beabsichtigt mit einer Gesetzesänderung des Betäubungsmittelgesetzes einen Experimentierartikel zuzulassen. Gleichzeitig muss auch das Bundesgesetz über die Tabakbesteuerung angepasst werden.

 

Der Fachzirkel Cannabis Schweiz unterstützt die Gesetzesänderung und findet sie so wie vorgelegt als sinnvoll. Gleichzeitig bemängelt er, dass bei dieser Gelegenheit das Betäubungsmittelgesetz nicht den heutigen Begebenheiten angepasst wird. So sollen Cannabis-Produkte noch immer als nicht verkehrsfähig sein. Unser Ziel ist es, dass Cannabis wie eine normale Heilpflanze behandelt wird und deren Produkte je nach Inhalt und Zusammensetzung als Heilmittel angemeldet und mit einer Indikation in Verkehr gebracht werden können.

 

Die Vernehmlassung wurde den Behörden zugestellt. Auf Wunsch können Sie die Antwort einsehen.

 

2. Stand der wissenschaftlichen Untersuchung zum Verhalten von Cannabis- Konsumenten

 

Am 3. September fand im Amtshaus 4 der Stadt Zürich eine Infoveranstaltung zum Cannabis Projekt statt. Vertreter aller beteiligten Personen und Organisationen waren zu einer Infoveranstaltung eingeladen, die von Frau Eveline Bohnenblust, Leiterin Abteilung Sucht, Gesundheitsdepartement der Stadt Basel, geleitet wurde.

 

Zu Beginn wurde die Frage gestellt, ob das Projekt nicht bereits überholt sei, weil in vielen Ländern der Umgang mit Cannabis in Feldforschung bereits wissenschaftlich erarbeitet wurde. Allerdings zeigten andere ähnlich gelagerte Themen, dass eine eigene und eigenständige Forschung von der Politik und der Bevölkerung gefordert wird.

 

Eine interurbane Expertengruppe aus den Verwaltungen der beteiligten Kantone und Städte erarbeitet mit den Universitäten die Projektdetails und erstellt Rechtsgutachten. Durch die lange Verzögerung muss das Projekt von Grund auf neu designt werden. Da Apotheken als Abgabestellen vorgesehen sind müssen sie bei der Projektgestaltung miteinbezogen werden.

 

Momentan bestehen drei ähnlich gelagerte Projektvorlagen:

  • Die Berner-Studie (Bern, Zürich, Winterthur, Biel und Luzern)

  • Die Basler-Studie

  • Die Genfer-Studie

Die 3 Studien sind ganz ähnlich aufgebaut, haben aber leicht differenzierte Abweichungen bei der Zielpopulation. Die Genfer-Studie soll ohne Apotheken realisiert werden.

 

Alle Studien wurden von der Ethikkommission bereits genehmigt und deren Finanzierung durch den Nationalfonds ist gesichert. Teilweise wurden die Beträge schon ausbezahlt und müssen wegen der Verzögerung zurückgegeben werden. Alle Projektgruppen-Leiter sind sehr zuversichtlich, dass das Geld beim Projektstart wieder zur Verfügung stehen wird.

 

Die Projektverantwortlichen sind auch überzeugt, dass im Laufe des Jahrs 2020 bis Frühling 2021 das Projekt gestartet werden kann.

 

Sobald es sich abzeichnet, dass das Cannabis-Projekt realisiert werden kann, werden wir Sie detailliert informieren.

 

3. Was tut sich in der Cannabis-Szene

 

Der Vorstand des Fachzirkels Cannabis konnte sich an Seminaren und Messen über die Visionen und Möglichkeiten von Cannabis Produkten informieren. Die Präsidentin des Apotheken-Netzes Zürich hielt einen viel beachteten Vortrag an der Cannatrade in Zürich. Vor allem die jungen Startup Firmen, die sich von Cannabis eine goldene Zukunft erhoffen, umwerben die Apotheken. Alle erwarten von der medizinischen Anwendung grossen Erfolg.

 

Wie Sie sicher in Ihrer Tätigkeit erfahren, werden in der Zwischenzeit Schlupflöcher für einen Verkauf mit medizinischer Indikation gesucht. So werden Cannabis-Extrakte mit bekannten Heilpflanzen gemischt und dann mit Indikation verkauft. Oder es werden den CBD-Produkten separate Flyers mit Heilanpreisungen und Dosierungsanweisungen beigegeben.

 

Die Behörden sind gefordert und werden so, wie bei den illegalen Produzenten, eingreifen.

 

Einladung zur ersten Mitgliederversammlung

 

Gleichzeitig mit dem Newsletter erhalten Sie die Einladung zur Mitgliederversammlung.

Sie findet statt:

Montag, 4. November 2019, 19.30 Uhr, Stübli, Café Bar Moana, Albisstrasse 44, 8038 Zürich (Wollishofen)

Entnehmen Sie die Details der beigelegten Einladung

 

 

Mit freundlichen Grüssen

 

 

 

Albert Ganz

Geschäftsführendes Mitglied Fachzirkel Cannabis Schweiz

 

3. Newsletter, Oktober 2019

 

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen

 

Der dritte Newsletter des Fachzirkels Cannabis befasst sich hauptsächlich mit dem Resultat der Vernehmlassung des Bundesrates zur

 

  1. Änderung des Betäubungsmittelgesetzes

 

Änderung des Betäubungsmittelgesetzes (Vereinfachung und Erweiterung des Umgangs mit zulassungsbefreiten Cannabisarzneimitteln)
Behörde: Bundesrat   
Zur Erleichterung und Erweiterung des Umgangs mit zulassungsbefreiten Cannabisarzneimitteln soll im Betäubungsmittelgesetz das Verkehrsverbot für Betäubungsmittel des Wirkungstyps Cannabis zu medizinischen Zwecken aufgehoben und falls nötig weitere rechtliche Anpassungen vorgenommen werden. Die erforderlichen Anpassungen am Kontrollsystem sollten unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen vorgenommen werden.

 

Die Frist der Vernehmlassung ging am 15. Oktober zu Ende und die ersten Resultate liegen bereits vor:

            Von den Parteien stimmen der Änderung zu: SVP, SP, FDP, BDP

            Auch Zustimmung gibt die FMH

Auch der Fachzirkel Cannabis beteiligte sich an der Vernehmlassung und unterstützte die vorgesehene Änderung. Allerdings sollte die Änderung nur ein erster Schritt zu einer Legalisierung aller Hanfprodukte und Streichung aus der Liste der verbotenen Substanzen im Betäubungsmittelgesetz sein.

 

Die Änderungsvorschläge werden nun noch im Parlament behandelt. Mit einer solch breiten Unterstützung sollte der Gesetzesänderung keine Steine in den Weg gelegt werden. Es wird gehofft, dass die Vorlage im Laufe der Frühjahrssession 2020 behandelt wird.

 

Durch die Gesetzesänderung wird es allen Ärzten möglich sein, ohne Ausnahmebewilligung Cannabis-Produkte zu verschreiben. Alle Apotheken sollten sich darauf einstellen und sich mit den Cannabis Produkten vertraut machen.

 

Auszug aus einer Mitteilung aus dem BAG (https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/medizin-und-forschung/heilmittel/med-anwend-cannabis.html ) vom 09.07.2019 :

 

Medizinische Anwendung von Cannabis

Cannabis ist in der Schweiz als verbotenes Betäubungsmittel eingestuft. Die Verschreibung zu medizinischen Zwecken von nicht zugelassenen Arzneimitteln auf Cannabisbasis ist unter gewissen Umständen erlaubt.  

Unter einem Cannabisarzneimittel versteht man ein Betäubungsmittel auf Cannabisbasis mit einem standardisierten Wirkstoffgehalt. Es muss heilmittelrechtlichen Sicherheits- und Qualitätskriterien genügen. In der Schweiz kann ein Arzt oder eine Ärztin cannabishaltige Arzneimittel verschreiben (z.B. sogenannte «Magistralrezepturen», also Heilmittel, welche auf ärztliches Rezept hin durch eine Apotheke hergestellt werden).

Für die Apotheke sind folgende Voraussetzungen wichtig:

Das Cannabis-Produkte muss:

  • Handelsmittelrechtlichen Sicherheits- und Qualitätsrichtlinien genügen

  • Über einen standarisierten Wirkstoffgehalt verfügen.

Dies bedeutet, dass das in der Apotheke verwendete Cannabis-Produkt für die Magistralrezeptur nach GMP Richtlinien hergestellt und nach GLP geprüft wurde. Bestehen Prüfungsvorschriften in der Pharmakopöe oder europäische Richtlinien so sind diese massgebend. Die Standarisierung soll einen konstanten Wirkstoffgehalt garantieren. Bisher wurde einzig auf den Gehalt von THC eingestellt. Bei THC armen Produkten sollte auf ein Cannabinoid, z.B. Cannabidiol eingestellt werden. Bei den meisten handelsüblichen CBD-Produkten fehlt eine Standarisierung.

2. Vorträge

 

Wir weisen Sie auf folgenden Vortrag der PharmGZ hin:

 

3. Mitgliederversammlung

 

Einladung zur ersten Mitgliederversammlung

 

Gleichzeitig mit dem Newsletter erhalten Sie die Einladung zur Mitgliederversammlung.

Sie findet statt:

Montag, 4. November 2019, 19.30 Uhr, Stübli, Café Bar Moana, Albisstrasse 44, 8038 Zürich (Wollishofen)

Entnehmen Sie die Details der beigelegten Einladung

 

 

Mit freundlichen Grüssen

 

 

 

Albert Ganz

Geschäftsführendes Mitglied Fachzirkel Cannabis Schweiz

 

Fachzirkel Cannabis

c/o Limmatplatz-Apotheke,

Limmatstrasse 119, 8005 Zürich

+41 79 832 22 11

fachzirkelcannabis@gmx.ch

www.fcschweiz.org